Werkzeuge
Sechs Bereiche, in der Reihenfolge, in der man sie braucht
Die Werkzeugschiene am linken Rand der Anwendung führt sechs Bereiche. Sie bauen aufeinander auf: erst steht das Projekt, dann liegen die Scans richtig zueinander, dann entstehen daraus Ergebnisse.
01
Projekt
Hier steht, was geladen ist: die Scans einer oder mehrerer E57-Dateien, die Liste der Schnitte, Ansichten und Messungen sowie die Einstellungen der Anzeige.
Ein Projekt wird als Ordner auf der Platte angelegt, nicht als eine große Binärdatei. Darin liegen die Rohdateien unverändert, die eingelesenen Punkte als eigene Dateien und ein lesbarer Kopf im JSON-Format. Von da an wird jede Änderung automatisch gesichert.
02
Registrieren
Mehrere Scans desselben Gebäudes liegen zunächst dort, wo der Scanner sie abgelegt hat. Eine Übersichtskarte zeigt sie von oben; je zwei Scans werden ausgewählt, mit der Maus grob übereinandergeschoben und danach automatisch feinjustiert.
Ein Prüfschnitt quer zur Blickrichtung zeigt, ob die Wände wirklich aufeinanderliegen, und die Passung der beiden Scans wird als Wert ausgewiesen. Nullpunkt, Richtung der X-Achse und das Lot werden ebenfalls auf dieser Karte festgelegt.
03
Schnitt
Ein Schnitt ist eine Ebene durch das Modell und zwei Abstände dazu. Die Ebene kommt in der Regel aus der Flächenerkennung: mit der Maus über eine Wand fahren, ein Pfeil zeigt ihre Richtung, ein Klick übernimmt sie. Wo keine Fläche erkannt wurde, lässt sie sich um einen angeklickten Punkt neu suchen oder über drei Punkte selbst aufspannen.
Die beiden Begrenzungen stehen als Zahl im Feld und lassen sich zugleich in der 3D-Ansicht an ihren Griffen ziehen. Die Zahl der sichtbaren Punkte läuft dabei mit.
04
Ansicht
Eine Ansicht ist eine Parallelprojektion mit festem Rahmen – Grundriss, Aufriss, Schnittansicht. Die Blickrichtung kommt aus einer der sechs Achsen, aus der aktuellen 3D-Ansicht, aus zwei angeklickten Punkten oder aus einer erkannten Fläche, auf Wunsch auf 5°, 15°, 45° oder 90° eingerastet.
Eine Sichtbarkeitsprüfung lässt weg, was hinter anderen Punkten liegt: sonst stünde im Aufriss die Rückwand im Bild der Vorderwand. Die Tiefe des Ausschnitts lässt sich zusätzlich begrenzen.
05
Messen
Abstände über zwei Punkte, Winkel über drei. Jeder Punkt nach dem ersten rastet auf die X-, Y- oder Z-Achse durch diesen ersten ein, sobald er näher als vier Grad daran liegt.
Gespeichert wird dann die Projektion auf die Achse und nicht der Rohklick – damit dasselbe Maß zweimal dasselbe ergibt. Wer frei messen will, hält die Alt-Taste gedrückt.
06
Säubern
Ein Scanner nimmt Punkte auf, die es am Gebäude nicht gibt: Mischpunkte an Kanten, Rückstreuung, Staub in der Luft. Die Prüfung läuft über alle Punkte eines Scans, nicht über die Vorschau, und zählt die Nachbarn in einem Radius, der mit der Entfernung mitwächst – ein fester Radius würde vor allem messen, wie weit etwas weg ist.
Das Ergebnis wird zuerst farbig gezeigt und ist in Stufen einstellbar. Erst danach entscheidet man, ob die Fundstellen nur ausgeblendet, vom Export ausgenommen oder beides werden.